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Kalthoff & Kollegen spenden 50 Trösteteddys an das DRK in Rheinberg
Eine Verletzung, Schmerzen, ein Rettungswagen mit Blaulicht und unbekannte Erwachsene: Bei diesem Szenario können es Kinder es schnell mit der Angst zu tun bekommen. Gut, wenn dann...
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Digitale DATEV-Kanzlei 2021
Mit dem Label „Digitale DATEV-Kanzlei“ werden innovative Kanzleien ausgezeichnet, die einen hohen Digitalisierungsgrad in Ihrer Arbeitsweise erreicht haben. Die Kanzlei muss sich jedes Jahr die Voraussetzungen für den Erhalt dieser Auszeichnung...
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Aktuelles aus Recht und Wirtschaft
04.11.26 | Aufwendungen für die Instandsetzung eines Grundstücks
Im Rahmen eines ungewöhnlichen Falls hat sich der Bundesfinanzhof (BFH) mit der Frage befasst, ob Aufwendungen zur Instandsetzung eines Grundstücks sofort abziehbare Werbungskosten darstellen, oder ob Herstellungskosten des Grund und Bodens vorliegen.
Ein Ehepaar hatte 1990 ein Grundstück in einer Bergbauregion erworben. Der Ehemann nutzte das Grundstück zunächst im Rahmen seines Einzelunternehmens, die Ehefrau erzielte aus ihrer Grundstückshälfte Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung.
Als die Standsicherheit sowie die Befahrbarkeit und Bebaubarkeit des Grundstücks aufgrund von Bergschäden nicht mehr gewährleistet waren, entnahm der Ehemann seine Grundstückshälfte aus dem Betriebsvermögen. Anschließend sanierten die Eheleute das Grundstück mit einem Aufwand von rund 135.000 Euro, um es wieder in seinen ursprünglichen Zustand zum Zeitpunkt der Anschaffung zu bringen. Danach sollte es bebaut und vermietet werden.
Aufwendungen für die Beseitigung der Bergschäden
Die Sanierungsaufwendungen für die Beseitigung der Bergschäden machten die Eheleute als sofort abziehbare Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung geltend. Das Finanzamt lehnte dies ab, auch die Klage vor dem Finanzgericht hatte keinen Erfolg.
Werbungskosten versus Herstellungskosten
Wie der BFH nun ausführte, stellen Aufwendungen, die den ursprünglichen Zustand eines Grundstücks wiederherstellen, grundsätzlich sofort abziehbare Werbungskosten dar. Nur wenn eine über den ursprünglichen Zustand hinausgehende wesentliche Verbesserung des Grundstücks vorliege, handele es sich um Herstellungskosten des Grund und Bodens. Das sei dann der Fall, wenn über die zeitgemäße Erneuerung hinaus der Gebrauchswert des Wirtschaftsguts im Ganzen deutlich erhöht werde.
Wertänderung durch Teilwertabschreibung ist zu prüfen
Zudem ist laut BFH zu prüfen, ob während der Haltedauer im Betriebsvermögen eine die Substanz oder die Nutzbarkeit des Grund und Bodens betreffende Teilwertabschreibung vorgenommen worden war. Falls ja, ist der Zustand zum Zeitpunkt der Wertänderung maßgebend und mit dem durch die Sanierung erreichten Zustand zu vergleichen.
Da das Finanzgericht zu dieser Frage noch keine Ermittlungen vorgenommen hatte, hat der BFH das Verfahren mit Urteil vom 21.08.2026 (Az. IX R 13/25) zur erneuten Verhandlung und Entscheidung zurückverwiesen.
(BFH / STB Web)
Artikel vom: 04.11.2026
04.11.26 | 4,4 Prozent der Erwerbstätigen sind Führungskräfte
Im Jahr 2025 waren 4,4 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland in einer Führungsposition tätig. Das waren 1,9 Millionen Personen. Im Mittel verdienten sie 7.024 Euro brutto, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Zu den Führungspositionen zählen dabei die Geschäftsführung kleiner Unternehmen, die Geschäftsführung oder Bereichsleitung großer Unternehmen sowie leitende Positionen im Verwaltungsdienst.
Je nach Branche unterscheidet sich der Anteil der Führungskräfte: Am höchsten war er im Gastgewerbe mit 11,5 Prozent, wo es strukturell viele kleine Betriebe gibt. Danach folgte mit 7,6 Prozent das Grundstücks- und Wohnungswesen und mit 7,4 Prozent der Bereich Information und Kommunikation. Im Baugewerbe sowie im Handel und der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen lag er mit 5,4 Prozent über dem der Gesamtwirtschaft.
Unterschiede nach Branchen
In der beschäftigungsreichsten Branche, dem Verarbeitenden Gewerbe, hatten 5,2 Prozent der Erwerbstätigen eine Führungsposition inne. Am niedrigsten war der Anteil im Gesundheits- und Sozialwesen mit 1,8 Prozent. Auch in der öffentlichen Verwaltung war der Anteil mit 2,2 Prozent unterdurchschnittlich. Im Bereich Erziehung und Unterricht waren 2,3 Prozent Führungskräfte.
EU-weit waren im Jahr 2025 5,4 Prozent aller Erwerbstätigen Führungskräfte.
Im Mittel mehr als 7.000 Euro brutto
Der mittlere Bruttomonatsverdienst einer vollzeitbeschäftigten Führungskraft lag im April 2025 bei 7.024 Euro. Sonderzahlungen sind dabei noch nicht berücksichtigt. Zum Vergleich: Der mittlere monatliche Verdienst aller Vollzeitbeschäftigten lag bei 4.123 Euro brutto. Bei Frauen lag der mittlere Verdienst in einer Führungsposition mit 5.806 Euro unter dem Verdienst von Männern, die in vergleichbarer Position 7.451 Euro erzielten
(Destatis / STB Web)
Artikel vom: 04.11.2026
03.11.26 | Keine kostenlose ärztliche Beratung neben medizinischer Adipositasbehandlung
Die kostenlose ärztliche Beratung zur Vermarktung medizinischer Leistungen im Bereich der Adipositasbehandlung ist eine verbotene Zuwendung nach dem Heilmittelwerbegesetz und damit unlauter. Dies hat das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main entschieden.
Die Antragstellerin entwickelt und vermarktet medizinische Leistungen im Bereich der Adipositas-Therapie. Die Antragsgegnerin bewirbt über eine Internetplattform gleichartige Leistungen und warb mit einer kostenfreien Beratung im unmittelbaren Zusammenhang mit der Anbahnung konkreter medizinischer Behandlungen.
Nach dem Urteil des OLG vom 3.9.2026 (Az. 6 U 60/26) verstößt die Werbung gegen das Verbot, im Rahmen der Werbung für die Behandlung krankhafter Beschwerden Zuwendungen anzukündigen. Die Zielgruppe verstünde die Werbung so, dass kostenlose ärztliche Beratungsleistungen angekündigt würden. Das OLG zitierte dazu aus der infrage stehenden Werbung, wonach "Gewichtsspezialistinnen und -spezialisten" der Anbieterin zu den Behandlungsmöglichkeiten beraten würden.
Werbung legt Beratung durch medizinisches Personal nahe
Dies lege eine Beratung durch medizinisches Personal nahe, zumal auf der Internetseite auch minimalinvasive Eingriffe angeboten würden, die Ärzten vorbehalten seien. Daher würde eine kostenlose ärztliche Beratung erwartet. Diese stelle jedoch eine verbotene Zuwendung nach § 7 Abs. 1 des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) dar. Erfasst werde von diesem Verbot grundsätzlich jede aus Sicht des Empfängers nicht berechnete geldwerte Vergünstigung.
Soweit das Gesetz die Erteilung von Auskünften oder Ratschlägen von dem Verbot ausnehme, setze dies voraus, dass es sich um eine bloße Nebenleistung handele. Hier stellten die beworbenen ärztlichen Beratungsleistungen indes eine Hauptleistung dar.
Das Gericht weist darauf hin, dass die im einstweiligen Verfügungsverfahren ergangene Entscheidung nicht anfechtbar sei. Eine inhaltlich abweichende Entscheidung in einem nachfolgenden Hauptsacheverfahren sei hingegen möglich.
(OLG Ffm / STB Web)
Artikel vom: 03.11.2026
30.10.26 | Flugzeug in Parkposition als erste Tätigkeitsstätte
Die Frage, was als erste Tätigkeitsstätte des Steuerpflichtigen gilt, spielt eine zentrale Rolle bei der Frage, ob Fahrtkosten nach Dienstreisegrundsätzen geltend gemacht werden können, oder nur die Entfernungspauschale berücksichtigt wird.
Im Rahmen der sogenannten Entfernungspauschale werden Fahrtkosten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte grundsätzlich nur in Höhe von 0,30 Euro (jetzt 0,38 Euro) je Entfernungskilometer als Werbungskosten berücksichtigt.
Aufwendungen für andere berufliche Fahrten können dagegen mit den tatsächlichen Kosten oder bei Nutzung des eigenen Kraftfahrzeugs pauschaliert mit 0,30 Euro je gefahrenen Kilometer geltend gemacht werden. Hier zählen die tatsächlich gefahrenen Kilometer, also Hin- und Rückfahrt, während bei der Entfernungspauschale nur die einfache Strecke zählt.
Ortsfeste betriebliche Einrichtung maßgebend
Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) knüpft das Vorliegen einer ersten Tätigkeitsstätte an eine ortsfeste betriebliche Einrichtung an, in der der Steuerpflichtige jedenfalls einen nicht nur unbedeutenden Teil seiner arbeitsvertraglich geschuldeten beruflichen Tätigkeit erbringt. Wie der BFH mit Urteil vom 9.9.2026 (Az. VI R 4/25) nun im Fall eines angestellten Piloten entschieden hat, kann dessen erste Tätigkeitsstätte auch ein in der Parkposition stehendes Flugzeug am Stationierungsflughafen sein.
Der Kläger machte Aufwendungen für die Fahrten von seiner Wohnung zu seinem Stationierungsflughafen nach Dienstreisegrundsätzen geltend. Er argumentierte, der Flughafen sei nicht seine erste Tätigkeitsstätte, da er dort nur in unbedeutendem Umfang tätig gewesen sei. Tatsächlich habe er seine Tätigkeit nur in dem Flugzeug ausgeübt, welches keine ortsfeste betriebliche Einrichtung darstelle.
Berufliche Tätigkeit bereits in der Parkposition
Dieser Argumentation ist weder das Finanzamt noch das Finanzgericht gefolgt. Auch die Revision des Klägers war erfolglos. Die ortsfeste Tätigkeitsstätte eines Piloten umfasse nicht nur das Flughafengelände nebst aufstehenden Gebäuden, so der BFH, sondern auch ein dort in der Parkposition stehendes Flugzeug. Erst mit dem Verlassen der Parkposition gehe das Flugzeug in den Flugbetrieb über.
In dem Flugzeug sei der Kläger während dessen Aufenthalts in der Parkposition aber unstreitig in hinreichendem Umfang als Pilot beruflich tätig geworden. So hätte er in dieser Phase aus dem Cockpit insbesondere den Tankvorgang zu überwachen sowie umfangreiche flugvorbereitende Kontrollen durchzuführen.
Demnach war der Kläger in einer ortsfesten Einrichtung tätig, sodass seine Fahrtaufwendungen nur in Höhe der Entfernungspauschale als Werbungskosten berücksichtigt werden konnten.
(BFH / STB Web)
Artikel vom: 30.10.2026
28.10.26 | Mehr wachstumsorientierte Start-ups
Einer Auswertung des ZEW Mannheim und Creditreform zufolge wurden 2025 rund 183.000 neue Unternehmen gegründet. Das sind 7,7 Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie seit 15 Jahren nicht mehr. Vorwiegend handelt es sich allerdings um kleinere Gründungen. Zugleich zeigt sich ein Aufschwung bei wachstumsorientierten Start-ups.
Während vor allem die Anzahl der Gründungen kleiner Unternehmen ohne Handelsregistereintrag zunahm, sank die Zahl der Gründungen mit Handelsregistereintrag sogar um 3,3 Prozent. "Der deutliche Anstieg der Gründungszahlen ist ein positives Signal. Allerdings zeigt der genauere Blick, dass vor allem Gründungen im Kleingewerbebereich für den Zuwachs verantwortlich sind. Bei größeren, kapitalintensiveren Gründungen sehen wir dagegen weiterhin eine schwächere Entwicklung", erklärt ZEW-Forscherin Dr. Sandra Gottschalk.
Aufschwung bei technologieorientierten Start-ups
Mit rund 3.100 Gründungen, 19 Prozent mehr als 2024, fällt der Aufschwung bei wachstumsorientierten, innovativen Start-ups dennoch besonders stark aus. Mehr als 45 Prozent beziehungsweise rund 1.400 Unternehmen darunter gehören zu den technologieorientierten Dienstleistungen. In diesem Bereich stieg die Zahl der Start-up-Gründungen gegenüber dem Vorjahr sogar um 27 Prozent.
In der Erhebung zählt eine Gründung dann zu den wachstumsorientierten Start-ups, wenn sie als Kapitalgesellschaft gegründet wird, mehrere Gründende beteiligt sind und das Unternehmen Forschung und Entwicklung betreibt.
Unterschiede nach Branchen
Auch zwischen den Branchen zeigen sich deutliche Unterschiede. Besonders dynamisch entwickelte sich 2025 das Gastgewerbe: Rund 20.000 Unternehmen wurden gegründet (+ 20,7 Prozent). Gleichzeitig nahm auch die Zahl der Schließungen in dieser Branche deutlich zu.
Schwächer fällt die Entwicklung im produzierenden Gewerbe aus. Im forschungsintensiven verarbeitenden Gewerbe sank die Zahl der Gründungen um 2,6 Prozent, im Fahrzeugbau sogar um 8,7 Prozent. Einen Gegenpol bilden technologieorientierte Dienstleistungen, bei denen die Zahl der Gründungen mit Handelsregistereintrag um 8,5 Prozent zunahm. Insgesamt mahnen die Ergebnisse daher zu einer differenzierten Bewertung des Aufschwungs bei den Unternehmensgründungen.
Neu gegründete Unternehmen würden in der Datenbasis teilweise erst mit zeitlicher Verzögerung erfasst, so das ZEW. Daher würden die Gründungszahlen am aktuellen Rand hochgerechnet. Die Werte für 2025 seien plausible Prognosen.
(ZEW / STB Web)
Artikel vom: 28.10.2026
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